Ruggero Leoncavallo
Ursula von Wiese, in der Mitte
Ruggero Leoncavallo
Ursula von Wiese, Schauspielerin, Schriftstellerin und Übersetzerin

1905-2002, geboren in Berlin, gestorben in Zürich

Tochter eines Soziologen und einer Malerin. "Sie schwankte zwischen dem Wunsch, Medizin zu studieren und dem Verlangen, Theater zu spielen." Sie ging tatsächlich zum Theater, und sehr bald wurde ihr komisches Talent entdeckt.  Die von Wiese stand unter anderem mit Marlene Dietrich auf der Bühne. Nachdem ihr Wunsch, der erste weibliche Clown zu werden, sich nicht erfüllte, begann sie ernsthaft zu schreiben und entwickelte sich in der Folge als hervorragende Übersetzerin." 1929 verbrachte sie ihre Ferien in Ascona, im "Castello" am See, wo sie sich mit anderen jungen Frauen befreundete. Im Café "Verbano" lernte sie zufällig Max Emden kennen und aus dieser Bekanntschaft gingen die "Inselmädchen von Brissago" hervor: "Emden übernahm die Nacktkultur der ehemaligen Bewohner des Monte Verità und war ein Vorläufer der Freikörperkultur. Wir sonnten uns ohne alles und schwammen ohne Badeanzug in dem Schwimmbecken, das bereits fertiggestellt war. Nur wenn Besuch kam, mussten wir uns etwas anziehen." Von Wiese ist eine der drei nackten Frauen, die auf dem Umschlag von Robert Landmanns Buch "Ascona – Monte Verità, Auf der Suche nach dem Paradies" abgebildet ist. Während ihres Ferienaufenthalts 1929 lernte sie auch den Schriftsteller Werner Guggenheim, den sie 1931 heiratete, kennen. Im Roccolo in Ascona, in dem zuvor schon Käthe Kruse gewohnt hatte, lernte sie den Schriftsteller Werner von der Schulenburg, der im "Roccolo" unterhalb des Monte Verità lebte, kennen. Unter ihren zahlreichen Freunden waren auch Emil Ludwig und Erich Mühsam, der sie mit der Drohung, die Freundschaft zu kündigen, von einer Schönheitsoperation an der Nase abhielt. Von Wiese ist auch Autorin des Romans: "Neun in Ascona". Sie hat ihre Lebensgeschichte im Buch "Vogel Phönix, Stationen meines Lebens", erschienen 1994, niedergeschrieben.